Review

Two Banks of Four: Junkyard Gods

Two Banks of Four: Junkyard Gods

Review:

Mit dem Begriff „NuJazz“ haben ja einige Künstler so ihre Probleme. Auch wenn viel hier immer noch ein Spass daran finden es als negativ als Ausgeburt des Acidjazz auszuleuchten. Einige haben es als „Future Jazz“ oder seit neustem beim Berliner Label Sonar Kollektiv unter „Neujazz“ zu finden.

Egal wie man das Kind auch nennen mag, die Musik spielt zwischen den traditionellen Klängen des Jazz und den modernen Ausschweifungen zu Electronica, Dub oder HipHop. Hier war nicht immer alles progressiv, noch innovativ was in den letzten Jahren zu hören war. Jedoch hat sich dieses (Sub)-Genre wirklich immer mit großartigen Releases selbst erhalten und weiterentwickelt. Die Selbstbestätigung waren die Highlights, deren Auswirkungen heute noch deutlich spürbar sind. 4 Hero’s „Two Pages“ allen voraus.

Two Banks of Four, das sind Dilip „Demus“ Harris und Robert Gallagher, haben sich diesen speziellen Sound behalten und führen das fort, auf was der eklektische Zirkel eigentlich auch ständig wartet. Sie experimentieren mit Live-Jazz und haben dabei immer den Gedanken an Clubtauglichkeit in der Hinterhand. Der Flirt mit House, Broken Beats und auch gerne dem alten Gevater Funk darf hier nicht unerwähnt bleiben. So bestreiten die beiden Londoner auf „Yunkyard Gods“ weiter ihren Weg der Fusionen unbeirrt. Ihr dritter Longplayer knüpft nahtlos dort an, wo sie bei „Three Street World“ aufgehört hatten. Reichhaltig an komplexen sowie harmonischen Nummern gehören sie wohl wieder zu einem „Must have“ – aber man hat das ja schon vermuten können. Die Vorgänger wurden nicht ohne Grund abgefeiert. Schön ist zu sehen, dass die Label-Chefs von Jazzanova ihre Wurzeln weiter frönen und die Basis nach den Alben von Quasimode und Christian Prommer um ein weiteres Mal verzücken.

Peter Hagen



Trackliste:

1. Junkyard Gods 04:14
2. Queen Of Crows 05:44
3. Go 06:02
4. Shadowlands 05:33
5. Dead Afternoon 04:22
6. Flags & Words 06:05
7. Wake Me 5.30 04:55
8. Paper Planes 05:14
9. Lights On A Satellite 04:43

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