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Various: Brazilectro Session 8

Various: Brazilectro Session 8

In der jetzigen Phase in der die ganze Welt nicht nur zu Gast bei Freunden in Deutschland ist, sondern hier auch wunderbar miteinander feiern gilt es Musik dafür zusammen zu stellen. Der Durchschnittsbürger singt natürlich die plakativen Ohrwürmer von den Sportfreunden Stiller und Olli Pocher. Jedoch ist Musik ja universell – vor allem wenn so viele verschieden Kulturen den Funke von “Unity” wenigstens beim Feiern finden. Der Soundtrack dafür könnte ganz sicher die inzwischen achte Folge von “Brazilectro” sein.

Lebensfreude fusionierte hier mit club-kompatiblen Beats (House, HipHop, uvm.) und verschmelzt in südländischen Rhythmen zu einer ganz eigenen Genre-Nische – dem Brazilectro.

Diese Reihe hat sich durchgesetzt. Das ist Fakt. Bei all dem ganzen Hype um “Lounge & Chillout House” – Zusammenstellungen die seit Mitte der Neunziger den Markt übersättigen. Qualität statt Quantität. Auch hier, in der Session Numero Acht, wieder sehr schön zu hören.

Die zeitlose Musik begnadete Künstler der brasilianischen Musikhistorie wie Jorge Ben, Seu Jorgeingo oder Marcos Valle besteht wieder souverän neben aktuellen NuBossa, NuJazz und anderen Auswüchsen des eklektischen Universums. Break Beats der West-London-Ära flirten gerne mal mit dem traditionellen “Bossa (Nova)” wie etwas Marc Mac vom 4 Hero-Projekt.

Percussions aus Puerto Rico treffen auf die Broken Beats aus Bristol & New York (Quantic & Nicodemus). Mit einem neuen Funk-Vibe bringen die Amis von Fort Know Fieve sowie Ed Royal das “Barrio” ganz schön in Tanzlaune. Herbie Hancock’s Klassiker “Watermelon Man” findet in Ponchos Sanchez’ Cover und der Beat-Auffrischung durch Remixmeister Dan the Automator eine neue, wunderbar groovende Version – die ansteckend ist und nie den Respekt vor dem Original verliert. Dass man Samba mit Dancehall verbinden kann zeigt der “Killer”-Tune von den Nürnbergern Boozoo Bayou. Der Track der Compilation ist, wenn man bedenkt dass das Ganze vor allem Tanzflächenfutter ist und nicht als Hintergrundmusik in Bars versauern sollte – “Roda Piao” von Azymuth. Allerdings mit dem puren Dynamit des Remix von den Engländern von Spiritual South, deren Stücke in den letzten drei Jahren immer einschlugen. Ergänzt mit einem ganzen Haufen nie zuvor auf CD erschienen Tracks hat dieser Sampler wieder mal von Djs Bewährtes und Exklusives vereint und ist wieder einmal der Kauf hundert Prozent wert.

Shake your hips…this could be your soundtrack of the summer.

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