Review

Various – Boom Box 3 (Soul Jazz Records)

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Review:

Das britische Liebhaberlabel SOUL JAZZ RECORDS ist unaufhaltsam. Nach den überragenden ersten beiden Ausgaben der Reihe “Boombox: Early Rap” legen sie nun nach und führen ein drittes Mal in die Welt der ersten Schritte von Rap. Und wieder gelingt es den Crate Diggern aus dem Expertenteam des englischen Imprints gänzlich unbekannte Perlen der frühen HipHop-Tagen auszugraben. Hier verneigt man sich vor vergessenen Pionieren und Helden, die oft nicht zum Ruhm für ihre mutigen Experiemente kamen. Es dreht sich wieder alles um die kreativen Ergüsse der Aktivisten in den späten 70ern und Anfang 80ern – bevor Rap richtig groß wurde. Das Blockpartyfeeling weht hier noch durch fast alle Tunes und spiegeln jenen Indie- und Discorap / Electrofunk, den Säulenheilige wie Grandmaster Caz, Kool Herc, Flash und Bambataa auflegten. Und hier wird deutlich, dass es eine Menge großartiger Output nach dem weltweiten erfolg von “Rapper’s Delight” gab, welcher aber unter den Tisch fiel und schnell vergessen wurde. Was in den Parks, Hinterhöfen und Ruinen von NYC entstand – bestand aus Jazz/Funk-Breaks, Discohymnen, Underground-Jams und den Ausläufern der jamaikanischen Soundsystemkultur – und vielen jungen Menschen, die ihrer Kreativität freien Lauf ließen und davon träumten, der Gewalt und der Armut zu entfliehen. HipHop ist bis heute eine Erfolgsgeschichte – und hier erinnert man sich daran, dass die Anfange roh und massiv waren. Was im Big Apple brodelte, schwabbte schnell nach Houston, L.A oder Phoenix über und inspirierte auch dort viele Produzenten, Rapper und Musiker. Zum ersten Mal dokumentiert diese frühe Expansionsphase eine Compilation.

Text: Peter Parker


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