Hierzulande findet man eigentlich sehr wenige Djs, die auf den gar nicht mehr so neuen Hype aus den Vereinten Königreich eingehen. Vereinzelt spielen einige Plattendrehen die ,,Future Dubs and Dub Steps”, die in England dem Grime ein bisschen den Rang abgelaufen haben. Auch in der deutschen Presse findet man eigentlich nur wenige Hinweise, Rezensionen oder Tipps (Props Norbert Schliegl). Dabei gibt es hier einiges zu erforschen. Dubstep ist eine zeitgemäße, konsequente Weiterführung der experimentierfreudigen Pioniere wie King Tubby, Sly & Robbie, Scientist oder Lee Perry. So hat sich in Südlondon aus dem Schmelztiegel von UK-Garage-Stuff aus Drum’n'Bass, Grime & Reggae eine ganze Riege an Produzenten entwickelt die Dubstep ihren Namen bzw. ein eigenes Subgenre schufen. Allen voraus die sehr produktiven Digital Mystikz und der umtriebige Kode 9. Souljazz Records verschafft nun Neugierigen einen schönen Einblick in die Welt von dicken Subbässen, reduzierten Beats und einer dunklen Soundkollagen – die auch ohne Gesang einen ganz eigenen und völlig entspannten Kosmos aufbauen.
Peter Hagen (Jazzriots)