Wer schon immer mal wissen wollte, was Papa der Mama (musikalisch) vorgespielt hat, bevor es zur Sache ging: Voila, here it is! Die beiden französischen Wellenmeister Olivier Libaux und Marc Collin haben tief in die Kino-Klamottenkiste gegriffen und Sounds hervorgezaubert, die in ihrer Anmut an 70er-Jahre-Fototapeten erinnern. Da der Rezipient in der fernen Vergangenheit selbst Betroffener dieser Programm-Musik war, hält sich die Entdeckerfreude in natürlichen Grenzen. Aber unverbrauchte Ohren werden sich an den (ungewohnt diskret bearbeiteten) Sounds von Barbieri, Schifrin, Gainsbourg und all den anderen genauso erfreuen wie junge Augen an Flokati, Lavalampen und Ford Granada.
Jo Neckermann