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Various: Contemporary Funk

Review:

Tobias Kirmayer ist nicht nur einer der führenden (Deep)-Funk-Djs aus unseren Landen, sondern unterhält mit Tramp Records auch ein Label für genau den Stoff, der sich zwischen Afrobeat, Funk, Soul & Jazz abspielt. Die bisherigen 7inch-Veröffentlichungen habe in wenigen Jahren eine große Fangemeinde weltweit gefunden. Tramp Records wird inzwischen als feste Institution des globalen Rare-Groove-Spektakels gesehen. Das wird man aber nicht einfach so, sondern muss akribisch, passioniert und engagiert nach schwarzen Gold recherchieren, lizenzieren, promoten, auflegen u.v.m. Kirmayer bündelt seine Energie auf diese Musik und hat es deshalb soweit geschafft und man darf nur darauf hoffen, dass er für weitere Jahre noch Kraft hat.

Die Compilation des Monats Mai heisst „Contemporary Funk“. Auf dem eigenen Label Tramp Records stellt Kirmayer hier bisher gänzlich unbekannte Kapellen vor, die gehört werden sollten. Auf der ganzen Welt spielt man den Funk, jedoch immer etwas unterschiedlich. So dokumentieren die 11 Tracks aus Finnland, Ungarn, Deutschland, England und den USA die Vielfalt, die innerhalb des Genres besteht, wenn man etwas tiefer gräbt und sich etwas intensiver mit der Materie auseinandersetzt.

Dabei darf es auch mal ein hoch hypnotischer, psychedelischer Brecher wie „Izzy Come, Izzy Go“ von The Funk Revolution aus Seattle oder das feurige „Humpin’“ von The Unstoppable S. Robinson & His Marvelaires sein. Hinter diesem Namen stehen die legendären Sugarman Three, welche heute teilweise bei den Dap-Kings musizieren. Deep, wuchtig und unverzichtbar. Viele der hier zu findenden Produktion sind gewollt und ganz klar kalkuliert analog eingespielt und sehr nah an dem Sound der 60er gehalten. Man wollte es hier ganz bewusst dreckig, roh und dynamisch klingen lassen. Wer den typischen Hammond-Sound, die legendären Gitarren-Riffs und die harten Drums sucht, wird hier mehr als fündig werden. Bei den Produktionen werden selbst Insider die Ohren aufsperren, den hier gibt es einiges zu entdecken. Wer weiss zum Beispiel noch, dass der allseits verehrte Will Holland (Quantic Soul Orchestra) 2003 für ganz kurze Zeit ein Label namens Magnetic Fields hatt und dort drei Singles veröffentlichte? So ist Karachi Prion Band mit „Put some gritin it“ ein wirklich und mehr als unverhoffte Überraschung.

Neben Kirmayers monatlicher Clubnight (Shake-a-leg, Glockenbachwerkstatt, München) und seiner „Soul Popcorn Radioshow“ (m94,5) organisiert er in der bayrischen Hauptstadt außergewöhnliche Veranstaltungen mit Live-Musik von Gästen wie den Kanadiern des SOUL JAZZ ORCHESTRA (19.05.09) oder dem New Yorkern Funk & Afrobeat Kollektiv KOKOLO.

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Peter Hagen

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Interpret:
Various
Label:
Tramp Records
Stil:
Funk

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Community


1 Kommentar

Sehr guter Sampler. In München im Optimal Records kann man das Vinyl schon kaufen.

 
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von Shine
vor 1010 Tagen

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