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Various - Future sound of Jazz Vol.11

Review:

Nach all den Jahren in denen Labelhead und Visionär Michael Reinboth versucht den „State of the Art“ auf Platten zu pressen und zu verbreiten ist er nie müde geworden das auch weiterhin zu tun. Compost hat sich immer wieder selbstreanimiert und einer Groove-Dialyse unterzogen. Der Soundforscher Reinboth hat hier natürlich als Dj immer eine Nadel am Plus der Zeit. Mit Compost Black Label und Drumpoet Community ist ihm das in den letzten drei Jahren besser denn je gelungen. Reputation braucht die Serie FSOJ nicht mehr. Sie gehört zu den einflussreichsten Compilations der letzten 10 Jahre. Die Kontinuität und Verbissenheit Reinboths wird von allenseiten zu Recht Respekt gezollt. Das Straight No Chaser (R.I.P), das Mixmag oder das hiesige Groove Magazin sind bekennende Fans. Nun geht es also in die elfte Runde. Diesmal kommt man wieder nicht an seiner Zusammenstellung von Minimal-House, verspieltem Techjazz und immer wiederkehrenden Discoliebe vorbei. Wie schon in der Tradition der vorherigen Folgen gibt es hier natürlich wieder exklusives Material der Güte Klasse A. Allen voraus Panoptikum’s grandioser Remix von Invisible Session’s „Till the end“ – was auch das Herzstück des Samplers ausmacht. Neben dem exklusiven Tracks von dem Londoner Newcomer Joash und der Kölner vom Projekt No Theory gibt es mit Christian Pommers Drumlession Remix (für Koop) einen Wink auf das wohl am fiebrigen erwartete Release der letzten Monate. Mit Glitter und Glamour berisselt uns dann noch der Pole Wojtek Urbanski mit einem pumpenden NeoDisco-Brett. Zwischendurch verzaubert und die türkische Soundkosmonautin Zeynep Erbay mit ihrem „Flowers“ und verweist minimal auf die Wurzeln, die irgendwie bei allem (Nu)-Discozauber (Prins Thomas) und DeepHouse-Monstern (Ibadan’s Dennis Ferrer) auf die Ausgangspunkte und Verwurzelungen im Jazz. Das ist alles so geschmeidig, dass es nur noch mit der finalen 1985er Discohymne „Movin’“ von 400 Blows enden kann, die nicht in Vergessenheit geraten soll. Reinboth gelingt wieder einmal ein Rundumeinblick in die zeitgenössischer Clubmusik von heute und morgen. Respekt.

Peter Hagen (Jazzriots)

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Interpret:
Various
Label:
Compost Records
Stil:
Techno House Disco NuJazz

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