Review

Various: FUTURE SOUNDS OF JAZZ VOL. 12

Various: FUTURE SOUNDS OF JAZZ VOL. 12

Review:

5 Jahre sind seit der letzten Future Sound of Jazz vergangen. In der Zeit hat sich Compost-Mastermind Michael Reinboth mehr zu Deep House, Disco und Edits hingezogen gefühlt. Seit 1-2 Zeit fand er dann aber doch wohl wieder etwas zurück zu den Wurzeln. Doch wie klingt nun der Zukunftssound des Jazz im Jahr 2012?

Natürlich jazzig, aber auch elektronisch, oft housig, teilweise mit Einflüssen aus Afrofunk oder Disco und meistens frisch. CD 1 kommt eher gemächlich daher – vor allem „PlumRain“ von Anchorsong,„Fleur“ von Sepalcure und „Leslie Viusion“ von Andreas Saag wissen zu gefallen. Etliche Songs haben aber auch einiges an Nervfaktor wie Letherette mit Autotune und „Mist-die CD-hängt“-Effekten. Aber vermutlich muss moderne Jazzkunst so klingen.

CD 2 ist flotter und hat mit „Jazz Shaman“ von Wareika eine Perle mit Afrofunk-Gitarren. Disko Drunkards liefern nerdy Discofunk und Hypnolove machen fast schon puren Italo Disco der 80er. Spannend sind auch die „Ginger Vibes“ vom Ragout de Lapin.
Der Status Quo der jazzigen Future Sounds überzeugt trotz einiger großer Songs nicht über die ganze Strecke. Mit einer Doppel-CD hat man sich übernommen. Schade, aber im mp3-Zeitalter nicht schlimm. Für eine CD reichen die guten Songs allemal.

Text: Dirk Schäfer


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