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Various: Get down with the philly sound

Various: Get down with the philly sound

Da werden wohl einige New Yorker etwas dagegen haben, dass man auf BBE Philadelphia als Geburtsort des Disco Sounds ausruft. Oder doch? Dimitri from Paris, gilt als der Mann mit dem besten Wissen und dem am tiefsten gehenden Plattenschrank wenn es um den Fachbereich Disco geht. Unzählige Compilations haben das immer wieder imposant gezeigt. Dimitri ist der wichtigste Botschafter dieser Sounds abgesehen von den Legenden wie Nicky Siano, David Mancuso oder Larry Levan die diese Zeit selbst mitbestimmt haben.
Die historische Recherche und Sammelleidenschaft des Franzosen dokumentiert erstmal die Wurzeln des Genres und dreht den Fokus von New York, wo die hippen Clubs (Studio 54, Paradise Garage, Channel 80) den Disco Sound aus dem Gay-Underground in den Mainstream schoben, auf Philadephia die ihren „Philly Sound“ – aus deren Mitte die wichtigsten Studiomusiker kamen. Zwischen 1972 – 1980 haben MSFB, The Family, The John Davis Monster Orchestra, Montana Sextet oder Harris Young Productions so ziemlich alles eingespielt was relevant für die Disco Ära war. Insider wusste vor allem von der Genialität der Bell & Huff, die Namen Kersey, Montana, Benne, Renaldo oder Washington waren jedoch die fantastischen Musiker die nie zu Ruhm kamen und im Hintergrund für den markanten Sound sorgten. Die Remixkunst des 12inch-Pioniers Tom Moulton darf man hier nicht vergessen und wird auch gebührend honoriert. Superstars wie David Bowie oder Elton John nahmen bereits Ende der 1970er mit den Spezialisten aus Philadelphia auf. Kenny Gamble meinte erst kürzlich, dass zu genau jener Zeit Anfragen von Weltstars wie Bob Marley, Earth,Wind & Fire oder Barry White vorlagen, aufgrund des vollen Kalenders jedoch nie zustande kamen. Dimitri hat tief gegraben und belegt die Magie des Philly Sounds mit einer exzellenten Zusammenstellung – was jedoch zu erwarten war. Kompetenz und Passion zahlt sich immer aus. Die Compilation kommt zusätzlich mit Rework-Edits vom Meister selbst und bürgt für potentiellen DJ-Einsatz und hohe Soundqualität. Detroit und Motown hatten die 1960er bestimmt, als die den Soul poppig und hittig machten. Philly schob den Soul auf die mit Strings aufgeblasene und tanzbar gemachte Ebene des Disco. Dimitri from Paris verdeutlicht das auf eine sehr imposante Art und Weise. Dieser Sampler erscheint als Doppel-CD und Vinyl limitiert auf 10.000.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

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