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Various – Keb Darge presents The Best of Legendary Deep Funk

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Review:

Der knurrige Schotte hat eine Marke hinterlassen. Keb Darge war einer der ersten Sammler und DJs die den Kult um rare und obskure Vinyl-Singles fokussierten. So wurde aus dem einstigen Northern Soul-Aktivisten und Tänzer ein fanatischer Crate Digger und letztlich auch eine Ikone der Szene. Der Mann wurde zu einer Institution und prägte den Begriff „Deep Funk“ mit seiner legendären Clubnacht im Londoner Madame Jojo’s und den dazu gestalteten Compilations auf BBE Music. Hier konnte damals auch eine breitere Masse an Menschen sehen, welcher Obsession der leidenschaftliche Sammler nachging. Die Sampler dokumentierten den Wahnsinn vom Suchen, Entdecken und Ausgraben seltener Scheiben aus dem Genre Funk, aus einer Zeit vor Discogs, Ebay und Maulversand durch das Internet. So wurde Darge zu einem Tastemaker wie die Kollegen Gilles Peterson aus England oder DJ Muro aus Japan. Was Darge entdeckte, empfahl oder spielte wurde danach zu einem gesuchten Schatz. Der Hype um „Deep Funk“ zog seine Kreise und beeinflußte Ende der 1990er und Anfang der 2000er Musiker wie The New Mustersounds, Quantic, Mark Ronson oder Dap-Kings. Der Funk sollte wieder unterwaschen, roh und dreckig wie in den 1960ern klingen. Nun blickt man zu Recht voller Stolz auf diese Zeit zurück und huldigt den alten Schotten, der inzwischen seine Steckpferd im Rockabilly-Sound hat, mit einer Jubiläumsausgabe – die eine Art „Best of“ der ersten drei Compilations darstellt und als Schmankerl zwei schöne Re-Edits von den Kollegen Ian Wright und Kenny Dope inne haben. Yes, Baby. I like raw!

Text: Peter Parker


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