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Various: O.S.T Notorious

Review:

Mark Ronson hat kürzlich in einem Interview gesagt, dass 2Pac schon zu Lebzeiten für überbewertet hielte. Er wollte damit definitiv keinen neuen East-West-Konflikt herauf beschwören, sondern er wollte schlichtweg auf das Genie des Kollos von Brooklyn hervor heben – weil er meinte, dass man dem am 09.03.1997 ermordeten Rapkünstler – der bis heute liebevoll Biggie Smallz genannt wird – zuwenig Anerkennung entgegen bringt. Wenn wundert diese Kritik, bei all den 2pac-Releases nach dessen Tod, die mehr Staub aufwirbelten als gute Musik herausbrauchten.

Zwischen dieser geldgeilen Leichenfledderei und wahren Trauer über den Verlust zweier ganz großer Künstler der HipHop-Kultur schien Biggie Smallz mehr oder minder besser weggekommen zu sein. Den wahren König von New York kennen dadurch natürlich potentiell weniger HipHop-Hörer der neuen Generation, jedoch war das gar nicht so schlimm. Seinen Songs gibt es etwas für die Ewigkeit. Die Verfilmung über sein kurzes, aber intensives Leben wird daran nicht wirklich viel ändern. Sie wird seine Musik wieder manchen ins Gedächtnis rufen und manche Neuen begeistern.

Den Messias-Status eines 2Pac wird er jedoch nicht erreichen – und das ist auch gut so. „Ready to Die“ und „Life after death“, seine beiden Meisterwerke von 1994 und 1997 trugen die Tragödie schon im Titel, liefern fast ganz alleine für die Verfilmung die ganze Palette an Hits. „Juicy“; „Warning“ oder „Hypnotize“ - warum „Big Poppa“ oder „Me & My Bitch“ fehlen, bleibt einem verborgen. Dafür gibt es 3 bisher ungehörte Demoaufnahmen des jungen Wilden aus den frühen Tagen und zwei brandneue Songs. Tatsächlich wird man fast nostalgisch wenn Jadakiss auf gemeinsame Tage in BK auf „Letter to B.I.G“ zurückschaut oder Jay-Z auf dem Überbrett „Brookly go hard“ zu lange nicht gehörter Grösse auffährt. Dieser Soundtrack zeigt leider nur, dass hier eine Lücke hinlassen wurde, die nie mehr richtig geschlossen werden konnte. Für die nächste Generation ist das ein Geschichtsdokument der HipHop-Kultur. HipHop’s Fallen Soldier bekommt seinen Film & Soundtrack gegen das Vergessen.

Peter Hagen

Tracks:

  • 01. Notorious Thugs (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 02. Hypnotize (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 03. Notorious B.I.G. [feat. Lil' Kim & Puff Daddy] (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 04. Juicy (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 05. Party And Bulls**t (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 06. Warning (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 07. One More Chance/Stay With Me Remix (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 08. Brooklyn Go Hard [feat. Santogold] (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 09. Letter To B.I.G. [feat. Faith Evans] (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 10. Kick In The Door (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 11. What's Beef? (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 12. The World Is Filled... [feat. Too Short & Puff Daddy] (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 13. One More Chance/The Legacy Remix [feat. CJ Wallace & Faith Evans] (Soundtrack Version) (Explicit)
  • 14. The Notrorious Theme [Score]
  • 15. Microphone Murderer [Demo] (Soundtrack Version Explicit)
  • 16. Guaranteed Raw [Demo] (Soundtrack Version Explicit)
  • 17. Love No Ho [Original Version Demo] (Soundtrack Version Explicit)

Releases:

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Interpret:
Various
Label:
Bad Boy Records
Stil:
Hip Hop R'n'B

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