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Various: Reggae Gold 2008

Various: Reggae Gold 2008

Deutschland hat nicht nur das Fußballfieber, sondern auch endlich wieder sommerliche Temperaturen. Da kommt ein alter Freund gerade richtig. Der heisst „Reggae Gold“ und ist für VP Records auch das altbewährte und erfolgreiche Mittel die beliebtesten und auch kommerziell erfolgreichsten Genrehits mit samt exklusivem Material zu veröffentlichen. Nach 15 Jahren, seitdem der Sampler nun mehr besteht, weiß man von der Qualität. Nach wie vor schafft es die Compilation eine Überblick über die Geschehnisse zu geben. Welche Tunes werden von den Soundsystems gepumpt, welche Songs lieben die Menschen auf Jamaika und dem Rest der Welt. Die Tracklist liest sich wieder sehr gut. Alte Dancehall-Helden wie Beenie Man machen sich gut neben dem neue Szenekönig Mavado. Dessen „Money changer“ spiegelt jedoch irgendwie nicht wirklich die Energie die er mit seinem Überalbum „Gangsta for Life“ in den letzten Monate über den Globus rollen lies. Seine Stimme hallte wie kaum eine andere durch den Äther. In der Szene redet man sogar davon, dass er das zeitgenössischste Werk seit „Welcome to Jam-Rock“ von Damain „Jr.Gong“ Marley hier aufbereitet hat. Schön dass auf dieser Zusammenstellung beide Künstler zu Wort kommen. Marely mit seinem Bruder Stephen mit dem vorzüglichen „The Mission“ die Geschlossenheit der Familie demonstriert, nachdem es Gerüchten zufolge einige künstlerische Differenzen gab. Der talentierte Nachwuchs in Form von Tarrus Riley, Daseca-Soldier Serani oder Fantan Mojah, der seit 2005 mit „Hail the King“ den Roots Reggae auf einem hohen Level vertritt, ist hier genauso vertreten wie die Bignames. Gelungenes Paket mit Vielfalt für den Sommer, jedoch wirklich Hymnen und Überbrecher vermisst man etwas.

Peter Hagen

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