Review

Various – Singles 2006-2007

Various - Singles 2006-2007

Mit der neusten Compilation aus dem Hause SoulJazzRecords räumen die Londoner endgültig mit dem Vorurteil auf, sie seien „nur“ ein Label für Rare Groove. Natürlich ist diese Bild von dem kleinen englischen Plattenlabel nicht von irgendwo. Der Name ist ja schon irreführend. Seit Jahren verzücken sie die Musikwelt mit fantastischen Veröffentlichungen. Es wohl kaum ein Liebhaber alter und eben auch neuer Grooves der dieses Label bisher noch nicht entdeckt hat. Gerade mit ihren Reggae-Samplern sind sie zu einer sicheren Instanz geworden, wenn es um seltenes und geschmackvollstes Material geht. Neben den befühlt unerschöpflichen Fundus an Ska, Rocksteady, Dub oder Rootsreggae versucht das Label seit einiger Zeit auch Trends des UK-Untergrunds (hauptsächlich Dubstep), wieder belebtes und kultiger Stuff (ESG) oder einfach neue, unberührte, frische Sounds. Und da ging in den letzten 18 Monaten einiges. Das kann man jetzt noch mal alles auf „Singles 2006-2007“ kompakt sich einfahren. Mit dabei ist alles was wirklich relevant an 12inches hier und da schon aufhorchen hat lassen. Ganz vorneweg SUBWAY mit dem genialen „Satellites“ die hier die Robustheit von Krautrock und die minimalistische Eleganz des Detroit Techno kreuzen – oder Ladybug’s energischen Abhandlungen zwischen Dancehall und Grime. Und natürlich noch der ultimative Triebtäter des Dubstep-Hype KODE 9. Das Ganze gibt es dann auf zwei CDs mit 25 (!) Tracks und als Bonus noch eine dritte Mix-CD für unterwegs. Nuff Said.

Peter Hagen (Jazzriots)

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