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Various: Sixteen fucking years of G-Stone Recordings

Review:

2010 sind es 16 Jahre in denen G-Stone Records die Welt mit Musuk der ganz eigenen Note bereichert. Warum man nicht 10 oder 15 Jahre als Anlass zu einer Labelschau benutzt hatte ist nicht überliefert. Der musikalisch reiche Fundus ist es nach 16 Jahren auf alle Fälle wert zusammengefasst zu werden.

Das Label ist und bleibt mit dem Trademarksound von Kruder & Dorfmeister auf ewig in den Köpfen der Menschen. Kaum ein Duo hat die Musikwelt so sehr ihren Sound aufgedrückt wie die zwei DJs aus Wien. Der typische „Vienna Sound“ ist bis heute ganz eng mit dem Namen der beiden Soundforscher und Downbeat-Jongleure verbunden. Es gibt nicht viele Musikliebhaber und auch Journalisten die würde sogar soweit gehen, K&D mit ihrer DJ-Kicks (auf K9) oder ihrer ersten EP mit eloquenten Hits wie „Bedroom Rockers“ oder „High Noon“ als das Fundament von dessen zu bezeichnen, was später als TripHop bis in die Höhen der weltweiten Charts und in die Clubs geblasen wurde. Mit ihrer „K&D Session“ etablierten sie ein ganz neue Hörkultur rund um den Globus. Jazz, Worldmusic oder Reggae waren in Kombination mit elektronischen Klängen und HipHop-Beats in einem durchaus Clubkompatiblen Format in den Bars, Wohnzimmer, Lounges und Kaffeehäusern angekommen. Downtempo-Beats mit Subbässen und einer jazzigen Attitüde waren die Avantgarde die es in die Charts schaffte. G-Stone Records war ein Symbol dafür, dass freigeistige, kreative Dubgemisch war und bleibt die Mutter alles Chillout-Compilations.

Auf der ersten CD von „Sixteen fucking years of G-Stone Recordings“ versammeln sich die Klassiker des Wiener Labels. Die Nebenbaustellen der beiden Labelheads Richard Dorfmeister (Tosca) und Peter Kruder (Voom Voom, Peace Orchstra) sind hier natürlich ebenso zu finden wie die neueren Soundmonster von Künstlern und Produzenten wie Urbs, Marsmobil, Stereotype, Makossa & Megablast (!!), Rodney Hunter oder des HipHop-Urgesteins DJ DSL.

Auf der zweiten CD gibt es ausschließlich exklusives Material. Man punktet deutlich damit, dass man aufzeigt, dass G-Stone zu unrecht immer auf die K&D-Downbeats reduziert wurde. So zeigen die 13 Songs eine erstaunliche Facette an Sounds zwischen House (Tosca’s „Rosa“ im Rodney Hunter Remix), soulful Neo-Dub („Love you anyway“ von Sugar B), progressiver Electro („Red Heat“ von D.Kay) oder zurückgelehnter HipHop (Urbs, DJ DSL) neben einer verjazzten Coverversion von „High Noon“ von Christian Prommer’s Drumlesson Projekt. Und natürlich sei noch erwähnt dass K&D hier auch einen neuen Song namens „Aikon“ beigesteuert haben – was natürlich die Fans am meisten interessieren wird.

Mit „16 fucking years of G-Stone Recordings“ ist ein schönes Zeitdokument entstanden, das die alte Nostalgie wiedergibt und neuen Sounds im Rahmen des typischen Vienna-Sound dokumentiert.

Peter Hagen

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Interpret:
Various
Label:
G-Stone Recordings
Stil:
Techno House Hip Hop Freistil NuJazz Electronic Downbeats

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