Review

Various: Sonorama Remix Collection

Various: Sonorama Remix Collection

Das Berliner Label Sonorama hat sich als ein Imprint für wiederentdeckte verlorene Schätze zwischen Funk, Soul, Afrobeat und Jazz einen hervorragenden Namen gemacht. Nun gehen sie einen weiteren Schritt und haben eine Remix-Compilation anfertigen lassen. Ganz im Ethos des eklektischen Zirkels, der in Gilles Peterson seinen Messias hat, werfen sie ihre akribisch ausgegrabenen Errungenschaften etablierten Remixern zur Verfügung. Ist ein logischer Schritt, weil man sich dadurch gerade bei den GP-Jüngern einen weiteren Pluspunkt holt und durchaus interessant für DJs wird, die nicht nur Rare Groove spielen. Die rare Stücke in ein passables Gewand zwischen Future Funk (perspektiv: Broken Beats, NuBreaks) und Electro und Leftfield HipHop zu gleiten, ist natürlich nicht einfach und noch weniger wirklich zu schubladisieren. Die Materie ist nicht eingängig und hat kein Pop-Appeal – dazu ist es nur in einem bestimmt Kontext brillant. An diesem Punkt kommt die musikalische Vision von Rob Smith, Ben Human, Malente, Matt Flores uvm. zur Geltung. Mal tanzbar, mal durchs Mark dringend, mal banal und einfach nur jazzyfunkyjazzy. Diese Sonorama wird für viele Leute etwas sehr schönes und erlebnisreiches sein. Und für noch mehr Leute wird es ewig dauern bis sie dahinter steigen, dass es ganz geile Mucke ist – mit der nötigen Abstraktion natürlich.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>