Review

Various: The Dutch Nu-Jazz Movement

Various: The Dutch Nu-Jazz Movement

Review:

Antizyklisch arbeiten, das macht Unique Records im Verbund mit Social Beats. Hört sich verrückt an, ist aber eigentlich richtig geil. „The Dutch Nu-Jazz Movement“ ist eine Compilation mit Stücken von Vier Projekten die Jazz als Basis für ihre Soundexperimente nehmen. Hört man diesen exquisiten Sound darf man sich in Nostalgie wiegen und sich an die Hochphase dieser Art von Klangentwürfen. Das ist inzwischen mehr als zehn Jahre her. Niemand spricht mehr von Nu oder Future Jazz. Heute benutzt man das ja ehr um abwertend über die vergangen Tage zu sprechen als Nicola Conte, Gerado Frisina, UFO und Jazzanova noch Helden waren. Nur Bananenbieger haben das als Lounge-Musik abgetan – auch wenn es vorrangig genau dort gespielt wurde. Das hier viel Liebe zum Jazz und an dessen Weiterentwicklung vorhanden ist, zeigen diese vier holländischen Gruppen vorzüglich. The Jazzinvaders, Monsieur Dubois, Flowriders und State of Monc machen Genre-Grenzen durchlässig und schieben gebrochene Beats, Drum’n’Bass oder HipHop in die Fusionsgrube mit dem Übervater Jazz. Das Ergebnis hat 12 Tunes, wovon drei als Remix hier zu hören sind. Auch wenn das nicht mehr der eklektische State of the art ist und sich nicht mehr so viele Hörer dafür interessieren ist das, auch nach zehn Jahren, immer noch frischer, abwechselungsreicher und hochwertiger Sound. Und nein, die Holländer können nicht nur Fussball spielen und Wohnwagen fahren.

Peter Hagen


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