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Various: Tru Thought Funk

Various: Tru Thought Funk

Es bleibt nach wie vor zu bezweifeln, ob das allgemein gestiegene Interesse an Musik, die sich an dem Soul der 1960er orientiert, wirklich auch den Funk gefördert bzw. wieder mehr in den Blickfeld der Hörer gerückt hat! Unbestreitbar gibt es gerade in den letzten 5 Jahren drei, vier Labels die sich dem Thema wieder verstärkt widmen und den Künstlern eine Plattform bieten, die den Funk noch roh, unverwaschen und authentisch spielen. Record Kicks aus Italien, Freestyle Records aus England, Unique aus Deutschland und das Indie-Label TruThoughts darf man sicherlich getrost zu diesen Plattformen zählen. Bisher ist das britische Label TruThoughts vermehrt durch sehr spannende Veröffentlichungen aufgefallen, die moderne und auch ganz eigensinnige Sounds mit der Basis im Jazz intus hatten. Freunde des gepflegten Downbeats und der gebrochenen Beats der Marke London wissen das. Den Fokus wollte man hier nie so sehr auf Funk legen. Nun hat man jedoch den breit gefächerten Labelkatalog durchgeforstet und entdeckt, dass hier doch sehr viel Funk zu hören ist. So entstand die erste Compilation mit diesem Schwerpunkt. So bekommt man hier auch einigen Klassiker der Neuzeit geboten. Das inzwischen definitiv als „kult“ einzustufende Deep Funk-Kapelle von Will Holland, das Quantic Soul Orchestra, findet man hier ebenso wie die wilden Australier von The Bamboos. Harte Drums und kompromisslose Gitarrenriff treffen auf dicke Basslines. Etwas weniger direkt, aber nicht minder funky wird es wenn die neue Generation der Soulsisters eingreifen. So finden sich hier auch sehr geschmeidige Songs von Kylie Auldist, der ungekrönten Königin Alice Russell, Dionne Charles und Lizzy Parks. Wie verschieden und open minded hier FUNK definiert wird, zeigen die Tüftler Nostalgia 77, Natural Self oder Beta Hector. Hörbar verbindet auf diesem Sampler alle 18 Acts die Motivation den Funk authentisch, jedoch nicht immer traditionell, zu spielen. Diesen Unterfangen ist geglückt. Wer die 7inches „Pushin’ on“ oder „Step it up“ schon hat, kann hier trotzdem zugreifen, weil es einiges an Exklusivem dazu gibt.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

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