CD: Vikter Duplaix – Bold & Beautiful – BBE Records – VÖ: 01.10.06
Vikter Duplaix ist schon eine geile Sau. Zumindest kann man das denken, wenn man das neue Album des vielseitigen Künstlers aus Philly hört. Er zelebriert Sex. Und stöhnt schon zu Beginn seiner neuen Langspielplatte von ,,Stimulations” und ,,Let make a baby”. Und in der Tat wirkt es manchmal etwas dick aufgetragen. Aber Vikter ist ja nicht umsonst im Freigeist-Kosmos eines DJ Jazzy Jeff und dem A TOUCH OF JAZZ – CAMP aufgezogen und inspiriert worden. So fängt das Album ab Track Nr.4 mit deftigen Broken Beats und einem anschließend, schönen House-Tune zu wachsen und zu überzeugen. Und dann ist wieder schmusen angesagt. Den Soul erfindet der junge Mann nicht neu. Und ob er jetzt zu Hause zuviel Sade und Pharrell Williams gehört hat oder nicht – wir wissen seit seinem Debüt ,,International Affairs”, dass er mehr kann. Und das wirklich großartige, einfühlsame ,,Temple of thoughts” versöhnt dann doch noch ein wenig. In Sachen “Future Soul” hat jedoch, dieses Jahr, ganz klar Steve Spacek die Nase vorne. Sorry, Vikter.
(2,5 Sterne)
Peter Hagen / Jazzriots