Es gibt ein paar Menschen die sind wahre Schlüsselfiguren für die Musik und ihre Entwicklung gewesen. Dazu gehören nicht immer nur Künstler, die oft im Fordergrund stehen. Sicherlich denken viele sofort an James Brown, Bob Marley, Bob Dylan, Michael Jackson, Prince, Jay-Z oder Kurt Cobain. Manchmal sind es ganz normale Studiomusiker (wie die legendären Funk Brothers von Motown) oder Produzenten (Larry Levan, John Morales, Rick Rubin) die das ganz besondere beitragen, damit sich das Resultat von anderen Scheiben abheben kann.
Der amerikanischen Diskjockey Walter Gibbons wurde im Zuge der Discomania der 1970er Jahre bekannt. Berühmt und legendäre wurde er jedoch durch seine Tätigkeiten als passionierter Knöpfchendreher. Gibbons integrierte die jamaikanischen Dubsounds mit Disco und Pop der 1970er und 1980er Jahre und legte den Grundstein für House (respektiv aus Chicago und New York). Damit war der Plattendreher und Studiotüftler einer der wichtigsten Initiatoren der elekronischen Dancemusic. Seine Remixe und Bearbeitungen von Salsoul, Disco, Soul und Popproduktionen schufen die Basis für das was wir heute in seiner Vielfältigkeit als Clubsound bezeichnen. 1994 starb Gibbons an Aids und hinterließ ein musikalisches Vermächtnis, auf das später alles aufbaute. Einige seiner, teilweise epochalen, Werke kann man nun auf einer Compilation bestaunen und natürlich nach wie vor tanzend abfeiern, weil Gibbons früh erkannte das der Remix eine Möglichkeit ist, die Clubbesucher noch mehr abzuverlangen. Die hier zu findenden 14 Tracks wurde bisher nicht veröffentlicht und sind eine wahre Schatztruhe an Grooves, die eine gewissen zeitlosen Charakter haben und im Zuge des Post / NuDisco-Hypes zwischen Skandinavien und den UK gerne wieder von den DJs aufgegriffen wird und unweigerlich die dem tanzenden Volk ein Lächeln auf das Gesicht zaubern wird.
Diese Zusammenstellung erscheint als 2LP, Download und als CD.
Peter Hagen