Review

Why Amnesia – Stereo

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Review:

“Nichts ist so schön, wie der Mond von Wanne-Eickel, die ganze Luft ist erfüllt von ewigem Mai…“ tönte es 1962 aus den Musikboxen. Über ein halbes Jahrhundert später könnten – mit einem bisschen Glück – neue Himmelskörper über der inzwischen zu Herne gehörenden Stadt im nördlichen Ruhrgebiet aufgehen: Werden “Why Amnesia” Sterne am deutschen Rockhimmel? Die Alternativ-Rockband um Frontfrau Katinka (sieht in etwa aus wie die junge Katja Riemann und klingt ähnlich wie Alannah Miles) legt mit “Stereo” ein Rockalbum der Foo Fighters-Richtung vor, das sich (mit Emscherwasser) gewaschen hat. Rau, aber nicht prollig, klassisch im Sound, aber nicht altmodisch, treibend aber nicht zappelig. Die geschmackvolle Riff- und Soloarbeit des Gitarristen klingt nicht nach der üblichen Old-School-Schreddermucke, die einen Song so schal macht wie übergebliebenes Wacken-Bier. A propos Wacken: Festival-Musik ist das, da müssen Katinka, Sany, Theus, Kelly und Bernardo hin, raus in den Sommer! Und eine wunderschöne Sonnen-Untergang-am-Baggersee-Hymne haben “Why Amnesia” auch im Programm: “My Valentine”. “Ganz großes Kino”, hätte man damals in Wanne-Eickel gesagt!

Text: Jo Neckermann


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