Review

Winston Riley: Quintessential Techniques

Winston Riley: Quintessenntial Techniques

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Kurz vor Weihnachten geht alle Jahre wieder die Überflutung der Plattenläden und Elektronikgroßmärkte mit „Best of“- Compilations los. Da gibt es von allen erdenklichen, lebenden oder bereits verstorbenen, Stars bevorzugt der Genres Pop und Rock die x-te Hitzusammenstellung. Die dort zu findenden Gassenhauer und Everygreens besitzt der werte Musikinteressierte meistens schon. Die dort zu findenden angeblich bisher unveröffentlichten Stücke braucht meisten kein Mensch. Da freut es doch, dass manche Zusammenstellungen doch mehr Liebe zum Detail haben und wirklich etwas Besonderes darstellen. So hat man sich bei 17 North Parade / VP Music vorgenommen jemanden zu würdigen, der bis heute sehr wenig Ruhm seiner Produktionen einfahren konnte. So hat man dem Soundmischer, Produzenten und Studiomusiker Winston Riley den Sampler „Quintessential Techniques“ gewidmet.
Riley gehörte zur legendären Roots-Reggae-Combo The Techniques seit dem Jahr 1962 und wurde vor allem auf lokaler Ebene in seiner Heimatstadt Kingston gefeiert. International konnte sie mit ihrer Reggae-Interpretation des von Curtis Mayfield geschriebenen Impressions-Stück „Monkey Time“ etwas für Wirbel sorgen.

Die musikalische Grundzüge der zeitlosen Genre-Hits „Bam Bam“ (Sister Mercy); „Love is the Light“ (Horace Andy) oder „Ring the Alarm“ (Tenor Saw) stammen aus seiner Feder. Als Produzent wirkte vor allem in 80er Jahren an musikhistorischen Manifesten Jamaikas mit. Buju Banton, Red Dragon oder Gregory Isaacs verdanken Riley einige ihrer wichtigsten Werke. Nicht ohne Grund hat sich Wyclef Jean bei der Produktion seines Fugees-Welterfolg „The Score“ an die von Riley entworfenen Meisterwerke wie Super Beagle’s „Dust a Sound Boy“ und Johnny Osbourne „Ready or Not” direkt orientiert.

Auf „Quintessential Techniques“ findet man auf 2Cds (1967-92) verteilt ein 36-Track starkes Dokument des Lebenswerk des umtriebigen Multitalentes der sein Leben dem Ska, Rocksteady, Dub, Reggae und Dancehall gewidmet hat.

Peter Hagen


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