Review

Young Ax: Higher Ground

Young Ax: Higher Ground

Seitdem der Süden London den monströsen Hypriden Dubstep erfunden in die Clubkultur gesendet hat, wird man das Gefühl nicht los, dass gute Drum’n’Bass-Produktionen nicht die ihnen gebührende Aufmerksamkeit mehr bekommen. Das ist mehr als schade, denn es gibt noch so einige Kleinode an hervoragender Scheiben die erwähnt werden müssen.

Eine solche Veröffentlichung ist „Higher Ground“ die Debütplatte von Young AX. Der gebürtige Berliner Alex Zwingenberger zitiert hier im Albumtitel nicht einfach nur Stevie Wonder, sondern gibt den zentralen Ausgangspunkt seiner musikalischen Entwürfe wieder. Die Vibes alter Jazz, Funk & Soul-Platte bringt er in der Tat in seine Welt der Beats und Loops mit ein. Live eingespielte Sequenzen bringen dann auch die erdige und warme Grundatmosphäre in einem erlebnisreichen Klangkosmos der von Monotonie genauso wenig wissen will wie von stumpfsinnigen Schwanzvergleichsgehämmere oder Pogo-Hardcorebeats. Schön zu sehen dass sich ein D’n’B-Producer jazzy auf die Fahne schreiben kann ohne in die Lounge-Ecke zu versaubern. Great Stuff.

Peter Hagen (Jazzriots)

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