Zeebee: Be my sailor
Review:
Das neue Album von Zeebee tänzelt mit sanftem Gesang durch triviales Easy Listening. Die musikalische Feder von Waldeck überhört man jedoch kaum.
Für Klaus Waldeck muss sie so etwas wie eine „Chanteuse préferée“ sein, andere sprechen gar von einer „Billie Holiday 2.0“. Die Rede ist von Zeebee, die mit „Be my sailor“ ihr drittes Soloalbum im typischen Waldeck-Sound vorlegt. Melancholisch-beschwingtes Klavierspiel bildet das Grundgerüst für ihren sanften, aber meist verführerischen Gesang („In peace we live“). Die teils französisch angehauchten, teils sehr dubbigen Arrangements verleihen ihrer Stimme die nötige Tiefe, um Themen wie Liebe, Schmerz und Eifersucht zu betonen. Das bossageschwängerte „Rehlein“ (wie süß) und das bluesige „You do me wrong“ bilden zwar Ausnahmen vom erprobten Downbeatschmema, machen aber in der Summe nicht viel aus. Zum Bedauern Zeebees wundervoller Stimme, klingt das Ganze zu sehr nach Waldecks letztem Album „Ballroom Stories“.
Michael Ortner







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